Mokume Dojo

Wir haben den Namen MOKUME DOJO für unsere Schule gewählt.

Viele kennen den Namenstbestandteil "Mokume" wahrscheinlich eher von der traditionellen japanischen Schmiedekunst Mokume Gane. In einer speziellen Falttechnik werden hierbei verschiedene Metalle (jap. Gane = Metall) miteinander verbunden, wodurch die einzigartigen Muster, z.B. in der Schwertklinge, entstehen, die der Holzmaserung (jap. Mokume = Holzmaserung bzw. wörtlich "Holzauge") ähneln.

Das Symbol des Baumes beschreibt gut sowohl unseren Stil an sich, als auch die Art und Weise, wie wir jeden einzelnen Trainierenden bei uns sehen.

 

Symbolik im Sinne des Stils:

Die Wurzeln versinnbildlichen die Kampfkünste, in denen Heiwa Kenpo Karate seine Ursprünge hat (insbesondere American Kenpo Karate und Zen Do Karate) und die Prinzipien, auf denen die Techniken des Heiwa Kenpo Karate beruhen. Ebenso ist die geistige Einstellung Teil dieser soliden Basis.

 

Ein Baum schlägt seine Wurzeln tief und breit gefächert in die Erde, um sich effektiv mit den besten Nährstoffen zu versorgen. Bei der Entwicklung unseres Kampfstils sehen wir uns in vielen verschiedenen Kampfsportarten um und übernehmen die effektivsten Techniken.

 

Der Stamm ist der Kern des Heiwa Kenpo Karate heute. Gefestigt, solide - eine starke Verbindung, die über die Jahre sich entwickelt hat. Der Stamm symbolisiert auch den starken Zusammenhalt der Kenpo-Familie.

 

Das Geäst zeigt, dass die Entwicklung des Kenpo Karate nie abgeschlossen sein wird. Die Kampfkunst lässt auch in der Zukunft die Entwicklung in verschiedene Richtungen offen, um Techniken gegebenenfalls an neue Gegebenheiten oder Erfordernisse der aktuellen Zeit anzupassen. Es ist kein starres System - die Zweige sind beweglich und anpassungsfähig. Auch der Blick über den eigenen Horizont ist erlaubt, um andere Stile kennenzulernen und möglicherweise auch entsprechende Einflüsse in das Heiwa Kenpo Karate mit aufzunehmen. Darüber hinaus versinnbildlichen die flexiblen, sich im Wind wiegenden Äste auch die fließenden Bewegungen des Heiwa Kenpo Karate.

 

Die Verbindung des Geästes mit den Wurzeln - hier schließt sich der Kreis. Neue Einflüsse, die berücksichtigt werden und sich in unseren Techniken manifestieren, bilden wiederum die "neue" Basis für das weitere Training. Der Kreis symbolisiert auch die runden Bewegungen, die das Heiwa Kenpo Karate bezeichnen. Gleichzeitig bildet die Baumkrone ein Dach, das sich mit den Wurzeln verbindet und schützend die Kenpo-Familie umschließt.

 

Symbolik im Sinne des Lernenden:

In der Einzigartigkeit der Natur begründet, ist jede Person, ob Schüler oder Lehrer, individuell - kein Baum gleicht dem anderen.

 

Die Wurzeln halten uns und geben uns Kraft. Zu Beginn des Trainingslebens ist der Schüler, wie die junge Pflanze, noch sehr verletzlich und hat keinen soliden Stand. Im Laufe des Trainings und der Jahre wird das Wurzelwerk fester und dichter. Der Schüler wird sich selbst und das Kenpo Karate besser kennen lernen - und gleichzeigig fester und selbstbewusster im Leben stehen.

 

Auch der Stamm wird mit den Jahren stärker und kraftvoller. Er kann schwierigen Umweltbedingungen trotzen und auch wir werden uns schwierigen Lebenssituationen stellen müssen. Diese Einflüsse, natürlich auch positive Ereignisse, werden den Stamm formen und das Bild des Baumes prägen. Aber der Stamm, das Heiwa Kenpo Karate, bildet stets etwas Verlässliches im Leben und bietet Halt.

 

Das Geäst zeigen wiederum, wie weit verzweigt die Entwicklung des Einzelnen sein darf und sein soll. Die Techniken jedes Schülers/Lehrers beruhen zwar auf den gleichen Prinzipien (Wurzeln) - jeder von uns entwickelt sie aber individuell in die für sich selbst am besten geeignete Richtung, angepasst an seine körperlichen Voraussetzungen und seine Persönlichkeit. Wie die Äste der Baumkrone bis hin zu den frischen und noch biegsamen Triebe können sich auch die Schüler flexibel in ihrem Stil weiterentwickeln. Auch Einflüsse aus anderen Stilen aufzunehmen ist dabei erlaubt. Das Geäst ist weich und biegsam und passt sich äußeren Einflüssen an.

 

Schließlich verbinden sich die Äste und Wurzeln zu einem Kreis. Die eigenen Versionen der erlernten Techniken bilden die Basis für das darauf aufbauende Training. Das Lehren und Lernen beginnt von Neuem. Nicht zuletzt symbolisiert der Kreis unsere innere und äußere Zufriedenheit die wir zu erreichen hoffen - den Einklang mit sich selbst.